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Man sieht sich wieder, hier oder auf der "Strecke"

 

                          36. Ultramarathon: 

                 Iserlohner Stadtwerke - Lauf

                24 h - Benefizlauf am Seilersee 

                          02. - 05. Mai 2014

 

                                    Vorgeschichte:                        

Meine Entscheidung, erneut beim Iserlohner Stadtwerkelauf an den Start zu gehen, stand frühzeitig fest. Ich bekam auch bald "grünes Licht" von meiner Ersatzfrau für den Nebenjob. 

Schön langsam wird es zu einer Tradition, an dieser Veranstaltung dabei zu sein und ich sehe es u. a. als Besuch von Freunden an. Die Organisation und die Verpflegung sind immer top. Erfreulich war auch, daß die im letzten Jahr eingeführte Walking - Wertung trotz geringer Beteiligung beibehalten wurde. Ein Quartier war über das gleiche Buchungsportal wie ich es beim Treppenmarathon genutzt hatte im Nachbarort Menden schnell gefunden.

Auf der Startliste stehen viele bekannte Namen und die meisten davon sind wie ich "Wiederholungstäter".  

                                      02/05/2014:

Ich fahre um 9.45 Uhr von Zuhause los und suche zunächst meine Bankfiliale in Waal auf, weil ich 2 Überweisungen erledigen muß. Anschließend fahre ich nach Buchloe weiter. Mein Wanderkamerad Stephan feiert heute seinen 50. Geburtstag und ich werfe eine Glückwunschkarte in seinen Briefkasten.

Danach fahre ich über Memmingen und Ulm in Richtung Würzburg. Ich gehe nochmal durch, ob ich alles dabei habe. Es fällt mir ein, die Zahnbürste und - pasta fehlen. Also steuere ich bei Ellwangen einen Großmarkt an, in dem ich schon ein paarmal eingekauft habe und decke mich ein. Für den Hunger nehme ich 2 Sandwiches mit und esse sie auf dem Parkplatz.

Die Fahrt geht weiter nach Kitzingen, wo ich für ein Eindappen den PW absolvieren will. Ich schalte aufgrund der Erfahrung vom Vorjahr das Navi ein. In der Terminliste entdecke ich außerdem, daß jetzt ein Hinweis auf den Stadtteil Sickershausen als Startort darin verzeichnet ist. In der Gaststätte erwerbe ich die Startkarte.

Weil es trocken und recht mild ist, verzichte ich auf eine Jacke. Die Strecke führt zunächst leicht bergab und über einen Bach. Dann folgt eine langgezogene Serpentine durch einen Weinberg. Oben in Gegenrichtung zum Kitzinger Stadtrand. Ich wandere ein Stück an der Hauptstraße entlang, dann an einem Schul - und Sportgelände vorbei. Weiter geht es etwa 2 Km über einen Fuß - und Radweg. Dieser ist aufgrund von Pflanzungen  verschiedener Baumarten durch Schulklassen, die auch zusammen mit örtlichen Firmen sowie einigen Honoratioren die Patenschaft übernommen haben, eine Art Allee geworden. Dann erreiche ich den Main. Es geht einen Radweg entlang dem Fluß und der Hauptstraße in Richtung Marktbreit. Es beginnt zu regnen und es stellt sich als Fehler heraus, daß ich keine Jacke mitgenommen habe. Später "rücken" der Fluß und die Hauptstraße auseinander und ich wandere bis Marktsteft durch Wiesen und Felder. Es wird auf die älteste Flußhafenanlage Bayerns hingwiesen. Danach gehe ich durch den Ortskern mit einigen alten Sandsteinhäusern und dann bergauf bis zur Umgehungstraße. Nach der Unterführung zweigt ein Feldweg nach links ab und kurze Zeit später erreiche ich eine Aussichtsplattform. Etwa ab hier hört der Regen auf. Weiter geht es auf den Ort Hohenfeld zu und dann nach rechts am Ortsrand entlang. Danach wieder durch Felder zurück nach Sickershausen. Die Wertung erhalte ich in einer der Gaststätte schräg gegenüber liegenden Gärtnerei. 

Auf dem Weg hatte ich eine Tankstelle gesehen und diese suche ich jetzt auf. Ich entschließe mich dazu, die Route über Kassel auszuprobieren. Es sind aber einige Baustellen und sonstige Geschwindigkeitsbeschränkungen zu durchfahren. Das verhindert die rechtzeitige Ankunft um 19.30 Uhr. Es wurde ein Vortrag über den Marathon am Mount Everest angekündigt, der mich schon interessiert hätte. Schade, aber nix zu machen.

Ich erreiche Menden etwa um 20.20 Uhr, beziehe das Zimmer und mache mich frisch. Dann fahre ich nach Iserlohn hinüber.

Im Schleddenhof treffe ich Dragica, Ruth, Walter und Harry an. Ich setze mich zu ihnen und muß natürlich über mein Treppenmarathonabenteuer Auskunft geben. Ich erfahre, daß Petra einen Reitunfall hatte und deshalb heuer auf den Start verzichten muß. Wir sinnieren darüber nach, ob Biggi und Sepp anwesend sind, aber ich glaube nicht, weil sie mit Sicherheit spätestens heute angereist und hier eingekehrt wären. Etwa um 23 Uhr fahre ich zurück ins Quartier.

                                     03/05/2014:

Scheinbar habe ich nicht ganz so gut geschlafen, ich wache mit gegen 7 Uhr mit Kopfweh auf. Der Frühstücksraum liegt direkt gegenüber von meinem Zimmer. Das ist recht praktisch, nur einmal umfallen... 

Ich bezahle nach dem reichhaltigen Frühstück das Zimmer und breche danach kurz vor 9 Uhr auf. Der Wetterbericht verspricht mal für heute und morgen brauchbares Wetter. Die Nacht soll allerdings recht frisch sein.

In Hemer entdecke ich einen Großmarkt und eine Apotheke. Die Schmerzen lassen noch nicht so recht nach und deshalb besorge ich mir vorsichtshalber Brausetabletten und einen Kunststoffbecher.

Vor dem Vereinsheim spricht mich ein Mann vom Organisationsteam mit meinem Spitznamen an, es stellt sich heraus, daß er nachher als Sprecher die Veranstaltung begleiten wird. Ehrlich gesagt hatte ich das 2011 sowie letztes Jahr irgendwie nicht registriert bzw. mitbekommen.   

Heuer sind wie im Jahr 2011 wieder 2 Startnummern zu tragen, warum das sich immer wieder mal ändert, entzieht sich meiner Kenntnis. Der Staffelwettbewerb ist heuer recht ausgedünnt, in der Liste war nur eine einzige eingetragen. Vielleicht sind in der Nachmeldefrist noch einige dazugekommen.

Man konnte sich heuer für die 6 h und für die um 18 Uhr startenden 12 h anmelden. Es gibt bei allen Wettbewerben eine Restmetervermessung. Den Doppelstart nehmen laut Liste 2 Läufer in Angriff. Ich denke mal, daß man dann die 6 h ein bißchen eher beenden muß, um zu wechseln.

Die Temperatur ist angenehm und erlaubt eine kurze Hose.

Heuer gibt der Oberbürgermeister den Startschuß ab.  

Beim gleichzeitig mit den 6 - und 24 h - Einzelläufern sowie der/den Erwachsenenstaffel(n), Freerunnern und den sogenannten Beneflitzern startenden Kinderwettbewerb, der immerhin 3 h lang abläuft, geht es nach meinem Eindruck noch quirliger zu als letztes Jahr. Der Spaß kommt gewiß nicht zu kurz und das ist gut so. Man kommt sich so gut wie nicht in Quere und bei gegenseitiger Rücksichtnahme ist alles kein Problem.

Die Vögel am Seilersee hatten heuer anscheinend viel Nachwuchs, bei den Gänsen sehe ich eine Schar von gut 20 Küken, ich vermute, daß sie von mehreren Elternpaaren abstammen. Sie sind den Anblick der vielen Menschen scheinbar recht gut gewöhnt und lassen sich nicht stören oder aus der Ruhe bringen. 

Beim Sprecher habe ich wohl einen kleinen Stein im Brett, weil er mich immer wieder mal erwähnt.

Bei mir persönlich "läuft" es recht ordentlich an. Nach 6 h habe ich ziemlich genau 44 Km zurückgelegt.

Nach dem Sonnenuntergang fällt die Temperatur deutlich ab. Ich wechsele auf eine lange Hose und kurze Zeit darauf ziehe ich auch eine Jacke an.

                                       04/05/2014:

Eine Mischung aus einer noch nicht ganz ausgestandenen Erkältung und der immer weiter nach unten gehenden Temperatur sowie vielleicht auch noch einigen "Nachwehen" vom Treppenmarathon läßt mich 3mal mein Auto aufsuchen, damit ich mit Erkältungssalbe (Transpulmin) ein bißchen gegensteuern kann. Auch das Gangwerk braucht Pflege. Ich beschließe, die Tasche im Umkleideraum zu deponieren, der direkt an der Runde liegt. 

Weil auch meine Geschwindigkeit nachläßt, setze ich mir ein Zwischenziel, erst mal die 100 Km - Marke zu erreichen und dann eine Pause einzulegen.

Nach knapp über 16 h ist es soweit und ich lege mich auf einer Bank im Umkleideraum zur Ruhe. Man kann allerdings nur ein bißchen dösen. 50 min später begebe ich mich wieder auf die Strecke. 

Als es hell wird, sieht man den Raureif, vor allem auf dem Gras am Staudamm. Ich schätze die Temperatur auf -3°C ein. Die frierenden 12 h - Läufer, die auf die Vermessung warten müssen, tun mir richtig leid.

Erst etwa um 9.30 Uhr ist es wieder so warm, daß ich mich auf kurz umziehen kann. Eine halbe h später starten die Schülerstaffeln.

Gefühlt wird es bei mir etwas besser und ich "darf" das 125 Km - Schild eine Runde tragen. Ich gratuliere dem an 2. Stelle liegenden Alois, der mit dem Schild 200 Km unterwegs ist.

Nach meiner 74. Runde beende ich um ca. 11.35 Uhr an der Zählanlage die 24 h und gebe den Chip ab. Auf dem Weg zum Vp kann ich dem Sieger und neuem Streckenrekordhalter Hans - Edgard aus Norwegen gratulieren.

Ich mache mich frisch und ziehe mich um. Beim Warten auf die Siegerehrung führe ich mehrere Unterhaltungen. Die Frage nach meiner Zufriedenheit kann ich mit ja beantworten.

2 Cheerleadergruppen zeigen ihr Können und es werden zunächst die Schülerstaffeln und dann die 3 Gesamt -Erstplatzierten bei den Frauen und Männern geehrt. Es gab neben dem Streckenrekord von 226,808 Km auch einen AK - Rekord in der W55. Dann werden die ersten 3 der Altersklassen aufgerufen. Überraschenderweise hat es mich auf Platz 3 der M50 "gespült".  Für den 1. Platz mit 132,297 Km in der Walking - Sonderwertung gibt es eine eigene Auszeichnung.

 

 

          

         

 

Walter hat die AK M65 gewonnen. Seine Leistung beträgt sehr starke 125,145 Km. 

Dragica hat als Freerunnerin 33,957 Km zurückgelegt.

Nach dem Veranstaltungsende breche ich zur Rückfahrt auf. Ich lege mehrere lange Pausen ein.   

                                      05/05/2014:

Die Ankunft in Kaufbeuren ist um 3.30 Uhr. 

                                             

 

 

   

 

 

 

  

  

  

 

 

 

                                   

 

 

 

 

        

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